Restrukturierung

Umsetzung des Handlungsbedarfs, der sich aus der Strategie oder der Standortbestimmung ergibt.

Typische Fragestellungen unserer Kunden in diesem Themenfeld:

  • Mit welchen konkreten Maßnahmen kann unser Unternehmen noch wirtschaftlicher werden?
  • Was machen andere Unternehmen besser und was davon können wir auf unser Unternehmen übertragen?
  • Über welchen Zeitraum sind welche Optimierungseffekte realisierbar?
  • Welche Umsetzungshürden bestehen bei einzelnen Maßnahmen und wie lassen sich diese überspringen?
  • Wie ist eine effektive Umsetzung der Optimierung zu organisieren?

Unsere Leistungen hierbei sind unter anderem:

  • Generieren von Optimierungsmaßnahmen, inklusive Abstimmung mit den Umsetzungsverantwortlichen
  • Organisation und Moderation eines systematischen Know-how-Austauschs zwischen Verkehrsunternehmen inklusive Aufbereiten einer einheitlichen Datenbasis
  • Detaillierte Maßnahmenpläne
  • Präzise Zielvereinbarungen
  • Systematisches, regelmäßiges Maßnahmencontrolling

Projektbeispiele

Erstellen eines umfassenden Maßnahmenplans zur Optimierung

Ausgangslage:

Ein städtisches Bus-Schiene-Unternehmen weist in mehreren Wertschöpfungsbereichen einen deutlichen Abstand zum besten Drittel der Vergleichsunternehmen auf.

Vorgehen:

Wir priorisieren die Handlungsfelder nach der Höhe ihrer möglichen Potenziale, die sich aus dem Abstand zu den jeweils führenden Unternehmen ergeben. Auf dieser Basis entwickeln wir konkrete Vorschläge, wie sich diese Potenziale heben lassen.

Anschließend stimmen wir mögliche, konkrete Maßnahmen mit den Umsetzungsverantwortlichen im Unternehmen ab. Dabei nehmen wir auch Umsetzungsrisiken und –voraussetzungen auf. Die beabsichtigten Effekte je Maßnahme werden in Euro und ggf. in Ressourceneinheiten festgehalten.

Ergebnis:

Ein Optimierungsfahrplan mit sechs konkreten Maßnahmen aus den Bereichen Fahrzeuge und Vertrieb, die über drei Jahre das Defizit um mehr als 1,6 Mio. Euro senken werden. Diese werden Bestandteil der zukünftigen Zielvereinbarung des Managements.

Organisationskonzept für Leitstelle im Regionalverkehr

Ausgangslage:

Drei große Regionalbusunternehmen haben unterschiedliche Organisationskonzepte für ihre Leitstelle, von einer zentralen Leitstelle bis hin zu vier dezentralen "Leitstellen". Im Rahmen der Kooperation dieser Unternehmen soll die Leitstellenorganisation vereinheitlicht werden. Daher ist zu bewerten, welche Vor- und Nachteile sich bei einer Leitstelle für alle Unternehmen zusammen bzw. bei einer zentralen Leitstelle je Unternehmen ergeben.

Vorgehen:

Im Rahmen von Interviews mit Leitstellenmitarbeitern, Fahrern und Arbeitnehmervertretern in allen drei Unternehmen werden die Stärken und Schwächen des Status quo sowie die Anforderungen an das zukünftige Leitstellenkonzept herausgearbeitet. Bereits vorhandene Daten zur Leitstellennutzung werden ergänzt durch eigens erhobene, systematische Detailaufzeichnungen der Anfragen an die Leitstelle. Diese sollen Aufschluss geben über die Inhalte, Anfrager und Bearbeitungsdauer und zeitliche Lage der Anfragen.

In Workshops mit den späteren Umsetzungsverantwortlichen werden die Informationen gemeinsam interpretiert und eine Bewertung erstellt.

Parallel dazu entwickeln wir die Organisationskonzepte für die bewerteten Varianten.

Ergebnis:

Quantitative und qualitative Bewertung der Vor- und Nachteile verschiedener Leitstellenkonzepte mit unterschiedlichem Zentralisierungsgrad, die der Geschäftsführung als Entscheidungsgrundlage dient, das Projekt in die Umsetzungsphase zu bringen.

Systematischer Know-how Austausch zwischen Verkehrsunternehmen

Ausgangslage:

Wie im öffentlichen Dienstleistungsauftrag vorgegeben, wurde eine Standortbestimmung des Betreibers durchgeführt. Während das Unternehmen in einigen Bereichen bereits gut aufgestellt ist, zeigt sich in anderen Bereichen großer Handlungsbedarf.

Vorgehen:

Zusammen mit dem Management des Unternehmens wählen wir die Handlungsfelder mit den größten Potenzialen aus, u.a. Krankenquote Fahrdienst/Werkstatt und Produktivität Schienenwerkstatt. Anhand der Kennzahlen aus der Standortbestimmung identifizieren wir Vergleichsunternehmen, die dort erheblich bessere Kennwerte erreichen.

Wir klären zunächst die Bereitschaft dieser Unternehmen zu einem Know-how-Austausch. Anschließend bereiten wir den Prozess sowie die Unterlagen für ein systematisches Lernen vor, und wir begleiten unseren Kunden zu mehreren Workshops mit den Vergleichsunternehmen vor Ort.

Auf dieser Basis erstellen wir gemeinsam mit den Umsetzungsverantwortlichen einen detaillierten Maßnahmenplan, der der Geschäftsführung zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

Ergebnis:

Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

Bewertung von Personaltarifstrategien

Ausgangslage:

Unternehmensleitung und Betriebsrat eines Bus-Schiene-Unternehmens diskutieren über die zukünftige Tarifstrategie für Mutter- und Tochtergesellschaft, in denen derzeit unterschiedliche Tarifverträge angewendet werden. Dabei gibt es divergierende Einschätzungen zu den finanziellen Auswirkungen.

Vorgehen:

Vier Szenarien für die künftige Tarifstrategie inklusive der zu treffenden Annahmen werden definiert und mit den Tarifparteien abgestimmt. Anschließend kalkulieren wir je Szenario und Mitarbeiter die Vergütung aus Arbeitnehmersicht wie auch die Personalgesamtkosten aus Arbeitgebersicht über einen Zeitraum von fünf Jahren. Dabei berücksichtigen wir auch Effekte aus Betriebszugehörigkeit, Stufensteigerungen, Fluktuation, Besitzständen und einem Austritt aus Versorgungssystemen.

Ergebnis:

Eine transparente Darstellung der finanziellen Effekte je Tarifstrategie, auf Basis derer Unternehmensleitung und Betriebsrat ihre Diskussion sachlich fortsetzen können. Einzelne Szenarien werden in beiderseitigem Einvernehmen nicht weiter in Betracht gezogen, da diese um mehrere Millionen Euro teurer sind als andere.

Konzeption einer Fahrergesellschaft

Ausgangslage:

Ein kommunales Busunternehmen überlegt, ob es aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen eine Fahrergesellschaft gründen soll. Die Werkleitung benötigt eine fundierte Entscheidungsgrundlage.

Vorgehen:

Zunächst nehmen wir die Ziele, die das Unternehmen mit einem solchen Modell realisieren möchte, und wichtige Rahmenbedingungen auf, z.B. bezüglich Arbeitsrecht und Finanzierungsstrukturen. Ferner stellen wir zahlreiche Umsetzungsbeispiele von anderen Verkehrsunternehmen und deren Erfahrungen mit einer Fahrergesellschaft zusammen.

Darauf aufbauend konzipieren wir für den konkreten Anwendungsfall die denkbaren Modelle einer Fahrergesellschaft. Diese bewerten wir anhand der Ziele unseres Kunden.

Abschließend präsentieren wir die Ergebnisse im Werksausschuss.

Ergebnis:

Das Unternehmen nimmt vom Vorhaben einer Fahrergesellschaft Abstand, da keines der denkbaren Modelle einen hinreichenden Zielerreichungsgrad bietet.